Mittwoch, 31. Oktober 2007

SMiSsverständnisse # 1: Nivea


Heute startet meine neue Rubrik SMiSsverständnisse, die Kombination aus SMS und Missverständnissen. Wollte sie erst SMS-Poesie nennen; triffts aber nicht. Es geht - ähnlich wie beim sogenannten Butt-Call, den ausversehen getätigten Handytelefonaten, wenn das Handy in der Arschtasche (daher der Name) steckt - um komische, seltsame, lässige, abstruse oder (Ihr ahnt es) lasche SMS, die man so bekommt.

Inhalt:
"Schon wach? Hast Du auch Nivea?"

Absender:
Ein Bekannter (männlich), den ich in meinem Leben 2 Mal gesehen habe, das letzte Mal vor 2 Jahren.

Meine Gedanken:
Meint er vielleicht Niveau und ist sauer? Kennt er Frauen, die ich kenne? Ah, er hat eine nette Schwester, aber mit der habe ich keinen Kontakt.

Ted meint: die SMS sollte wohl an jemand anders geschickt werden.

Zurückgerufen: Nein

Dienstag, 30. Oktober 2007

Rampensau #4: Elektronik aus den GUS Staaten


Adrette Damen und freundliche Herren,

endlich (werden Sie sagen) melde ich mich wieder mit einer neuen Multi-Marketing-Level-Aktion. Nachdem unsere letzten Aktionen eine überwältigende Resonanz nach sich zogen - dafür möchte mich bei Ihnen, geliebte Geschäftspartnerinnen und Freunde bedanken - bin ich mir sicher, auch diesmal die richtige Ansprache gefunden zu haben.

Erlauben Sie mir die flapsige Bemerkung, aber dieses Angebot ist wirklich ein Hammer. Unsere Osteuropaspezialisten arbeiteten in den vergangenen Monaten rund um die Uhr, um einen Businessplan der besonderen Art aufzustellen. Seit wenigen Tagen sind die Verträge gemacht: von nun an arbeiten wir mit einer russischen Technologiefirma Hand in Hand. Unsere Allianz nennt sich medtech. Unsere gemeinsame Dienstleistung für den osteuropäischen Wirtschaftsraum sieht folgendermaßen aus. Wir verbinden die technologische Expertise mit unserem Werbe- und Marketingknow how.

Konkret geht es darum, ein völlig innovatives HiFi-Gerät auf den Markt zu bringen. Sämtliche technischen Features wie slow-eject, problemloses Handling und weitere Finessen bürgen für die Qualität. Über ein Panel wird es zudem möglich sein, direkt ins Internet zu gelangen. Und jetzt kommt der Clou: das alles geschieht via Satellit und einem einzigartigen Microchip,
der ursprünglich als GPS-System für einen großen Hersteller aus der Europäischen Automobilindustrie entwickelt wurde.

Nun zu meinem konkreten und einzigartigen Angebot: Es ist natürlich klar, dass ein solches Projekt nicht von heute auf morgen realisiert werden kann. Es bedarf neben dem Produkt selbst weiterer Komponenten, von denen ich die Bereiche Marketing und Werbung persönlich übernehme.

Liebste Freunde und Partnerinnen: Bezahlen Sie noch heute einen Betrag zwischen 2.ooo.- Euro und 10.ooo Euro und sichern Sie sich im Gegenzug Aktien dieser noch zu gründenden Aktiengesellschaft. Ein unabhängiger Anlageberater aus Pirmasens meint dazu ganz spontan: "Wer da nicht mitmacht, ist selber Schuld.".

Ihr lieber Mike XXX

Sonntag, 28. Oktober 2007

Schreiende Stille #4: Suche 2114


Fast niemand ist solange in den vierstelligen Zahlen am Start wie ich. Schon 1995 – als praktisch alle auf dreistellige Zahlen abfuhren, Sie erinnern sich sicherlich an den Hype – haben MC Joe und ich uns voll auf die eigenwilligen und faszinierenden Viersteller spezialisiert. Staccato-artig warfen wir uns gegenseitig die Zahlen an den Kopf, von denen wir schon gehört hatten. Es gab Abende, an denen wir über nichts anderes sprachen und gerade gegenüber den weiblichen Gästen auch gerne aufschnitten. Unsere Leidenschaft äußerte sich zudem durch das zur Schaustellen unserer elitären Haltung durch unser avantgardistisches Äußeres. Strickjacken, Halbschuhe und abgewetzte Kordhosen.

Wir beendeten Freundschaften mit den kulturlosen Banausen, die sich mit einer 204 begnügten, pah, ja sogar damit angaben. Bis heute haben vierstellige Zahlen eine magische Anziehungskraft auf mich, wann immer sie mir über den Weg laufen. Meine Leidenschaft packte mich als ich im Juni 1995 das erste Mal eine 9875 zu Gesicht bekam, wo das genau war weiß ich nicht einmal mehr. Aus heutiger Sicht nichts Besonderes, aber damals fühlte ich eine große Genugtuung, die freilich schnell wieder verging. Denn ich wollte mehr und MC Joe ging es, glaube ich, genauso.

Rastlos auf der Suche nach der königlichsten aller Zahlen: 2114! In Worten zwei-eins-eins-vier! Wenn überhaupt nur zu vergleichen mit einer 1535. Wie gesagt, wenn überhaupt. Die 2114 raubte mir zahllose Nächte und hielt mich jahrelang außer Atem. Immer wenn ich mich kurz vor dem Ziel wähnte, entpuppten sich die vermeintlichen 2114er als penetrante 8678, morbide 9782 oder allgemein völlig überschätzte 2208. Ich kann verstehen, dass die Liebhaber von Dreistellern nicht nachvollziehen können, wie sehr MC Joe und ich alles daran setzten, nur einmal im Leben eine 2114 zu besitzen. Selbst durch das aufkommende Internet – so unsere Hoffnung damals – wurde es nicht einfacher, nein, es war ausweglos. Meine Freunde machten sich große Sorgen und brachten mir immer wieder dreistellige Zahlen mit. Mal eine 876 oder einen 635 (die einzige männliche Zahl im dreistelligen Bereich). Nette Gesten, die aber doch von Unverständnis zeugten. Ich bedankte mich artig, in meinem Inneren wurde ich jedoch zerfressen. Der Wettkampf gegen MC Joe war längst einer großen Leere gewichen. Heute bin ich froh, dass ich niemals eine 2114 besaß und mit höchster Wahrscheinlichkeit dies auch immer so bleiben wird. Die Sehnsucht ist mein Antrieb geworden. Sie ist mir mittlerweile wichtiger als die Erfüllung vom Besitz einer 2114.

Samstag, 27. Oktober 2007

Rampensau #3: Video 2000 - Marketingtricks


Über die Jahre habe ich immer wieder gemeinsam mit Mike unseren Freundeskreis mit grotesken Marketing Spam-Mails "beglückt". Trotz des größtenteils absurden Inhalts war das Feedback fast null. Weder ein "haste se nich alle" noch ein "geiles Zeug". Seltsam. Ein Beispiel findet Ihr unten. Aufbau und Inhalt immer ähnlich - sehr hölzern-freundlich-übertriebene-selbstherrliche Ansprache, irgendwelche virtuellen Kollegenhelden und ein Top-Angebot, wo man nicht nein sagen kann. Wichtige Stilelemente sind die verschachtelten Sätze und das "Nicht-auf-den-Punkt-Kommen"; sowie der Running Gag des befreundeten Venture Capitalist aus Pirmasens . Lest selbst! Ach ja, um Mike etwas mehr Profil zu geben, gab es zusätzlich eine genauso abstruse Imagewerbung des Protagonisten Mike.

Sehr geehrte Herren, von mir angesprochene Dämchen,

Es ist mal wieder Zeit, dass ich mich an Sie, allesamt meine treusten Kunden und Kundinnen, wende. Nach einigen Monaten, die ich vor allem mit zahlreichen Reisen ins europäische und asiatische Ausland verbrachte, kann ich Ihnen - man muss fast schon sagen üblicherweise - mal wieder ein Angebot der Superlative unterbreiten.

Hat Sie auch schon das Fifa WM Fieber gepackt? Deutschland wird seinen Freunden aus aller Welt ein würdiger Gastgeber sein. Doch wo viel Licht, da auch viel Schatten. Die leidige Diskussion um die begehrten Eintrittskarten sind nur ein Beispiel. In einem persönlichen Gespräch, an dem neben einem Risikokapitalinvestor aus Pirmasens auch Rechtehändler Ekki Pilz und Mitglieder des nationalen Orgateams dabei waren, konnte ich mir persönlich ein Bild davon machen, dass Probleme gezielt gelöst werden. Seien Sie also beruhigt.

Sie kennen und schätzen mich wegen meines nicht zu bändigenden Optimismus. Aktionen wie unsere Anstrengungen in den ehemaligen GUS Staaten zum Thema "innovative Elektronik" oder die Taschenbuchaktion mit Til Bülling sollen erwähnt sein. Nochmals vielen Dank für Ihre damalige Unterstützung, die selbst meine kühnsten Erwartungen bei weitem übertraf. Ich sprach von Optimismus, aber auch von Problemen. Voller Stolz kann ich Ihnen folgenden Angebot exklusiv anbieten!!

Die Übertragungsrechte für bewegte Bilder liegen ausschließlich bei der zentralen Vermarktungsgesellschaft der Fifa. Dies hat zur Folge, dass Sie als Besucher der Spiele keine Videosequenzen aufnehmen dürfen. Im Klartext heißt dies: alle Digitalkameras und Fotohandys mit Filmfunktion dürfen nicht in den Stadioninnenraum mit gebracht werden.

Ich aber entdeckte ein juristisches Schlupfloch, welches allen Fußball- und Videoenthusiasten den Spaß an der schönsten Nebensache der Welt nicht verderben wird. Das Format "Video 2000" ist von dieser Exklusivitätsregelung nicht betroffen.
Diese Unachtsamkeit des OKs machten sich die Entwickler von MEDATech zum gewinnbringenden Vorteil. Aufwendige Prototypen wurden in China gebaut und innerhalb weniger Monate zur Marktreife weiterentwickelt. JA! Sensationell! Wir haben eine limitierte Anzahl an Video 2000 Kameras im heute üblichen Pocketformat exklusiv für Sie produziert, meine Herren und geliebte Dämchen, die wir Ihnen gegen eine Pfandgebühr von lediglich 2000 Euro pro Unit* ausleihen. Das eingebaute Filmtracking Feature "Medi 2.0" ermöglicht es Ihnen und uns die Dauer der Videosequenzen zu berechnen, die Grundlage für die Gebührenberechnung darstellen werden. Pro Minute gehen unsere Experten aus Pirmasens, allesamt alte Hasen im TV Geschäft, von einem Betrag von 2 Euro aus.

Antworten Sie einfach mit "Video 2000 - Sport ist das Größte" und das tollste Ereignis der Welt macht Ihnen noch mehr Spaß!

Mit weltmeisterlichen Grüßen,

Ihr lieber Mike XXX

Montag, 15. Oktober 2007

Ted 2.0 #2: Meine kleine Spargiraffe

Von Lisa im November 2006 (6 Jahre)

Es war einmal eine Spargiraffe
Die hatte viele Freunde
Doch einmal nicht –
Da war die kleine Spargiraffe aber traurig.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Lasche Geschichten #4: Alles wieder ok mit Vogel


Um sieben Uhr klingelt der Wecker. Ich gehe ins Bad. Da steht schon Vogel und rasiert sich vor dem Spiegel nass. “Morgen Ted, gut geschlafen?” “Ging so, Nachbar Larry hat ja die ganze Nacht gegen die Wand geklopft.” “Das hör ich schon gar nicht mehr”, lacht Vogel. Ich dusche extrem heiss, wie ich es liebe. Nach ungefähr 10 Minuten kommt mir frischer Kaffeeduft aus der Küche entgegen. Larry hat Brötchen gekauft und mein Ärger über ihn hat sich gelegt.

Lasche Geschichten #3: Bleich im Spiegel


Vor dem Spiel in Wolfsburg gingen die Insassen meines PKW von einer rechnerischen Siegchance der Wölfe von 50 Prozent aus. Ich als Berufsoptimist tippte auf Sieg. Dazu ein Nichttipper („aus Aberglaube“) mit gutem Mutterwitz sowie ein Pessimist, der eine klare Niederlage prognostizierte. Es kam wie befürchtet. Deutliche Packung und jetzt 600 Kilometer heimwärts, Ankunft nicht vor 4 Uhr früh.

Über was reden, wenn man schon seit zehn Stunden zusammen ist? Über die Schiedsrichterleistung haben wir bereits diskutiert, auch über die vielen Strafzeiten, die heute die Punkte gekostet haben. Mein iPod hat 10 Gigabyte Musik und doch fällt mir nicht das passende Genre ein. Schweigen im Wagen und dann doch ein Hoffnungsschimmer. Sie kennen ja die letzte Seite im Stern. Die Rubrik „Was macht eigentlich...?“ ist die letzte Bastion des Stern, seitdem die Reputation als seriöses Nachrichtenmagazin durch den Hitlertagebücher-Skandal 1983 in die Grütze ging. Im Auto spielen wir die Freestyle-Version. Wer hat „Icke“ Hässler die Freundin ausgespannt? Richtig: Uli Hoeness’ Sohn. Wen tunnelte Ex-Eishockeyprofi und Hobbymodel Oliver Kasper 1990 beim Fußball spielen hinter dem Düsseldorfer Eisstadion? Den damaligen DEG-Meistermacher Hans Zach. Frohsinn kehrt jedoch noch immer nicht ein. Keine Ahnung, ich bin viel zu müde und es interessiert mich nicht wirklich und lenke meinen Wagen über den bundesdeutschen Asphalt. Endlich Freiburg Mitte, die Niederlage ist abgehakt. Ein bleiches Gesicht grüßt aus dem Badspiegel und ab ins Bett.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Alltagsimpressionen #1: Ermittlungen wegen besonders schwerem Diebstahl...


... sind abgeschlossen. Die unsägliche Geschichte meines gestohlenen und geschrotteten Peugeot-Rollers (Squab) hat ihr juristisches Ende gefunden.

Was damals geschah: nette Frau in Club kennengelernt - kommt mit - 7 h morgens am Feiertag klingelts - Polizei: "Ihr Roller wurde gefunden" - wusste nicht mal, dass er weg war - "Tschüss Cherry, ich muss auf die Wache" - Überstellung mit Ex-Roller - "Ja, das ist er". Kübel verbeult, geknackt, zerlegt - Abschleppkosten incl. Feiertagszuschuss - Es war meine Nachbarin! - Roller aus der gemeinsamen Garage gezockt und von der Polizei (da kein Kennzeichen) gecasht worden, Verfolgungsjagd und Unfall -Anwalt des Vertrauens kontaktiert - Akteneinsicht - Forderung über Abschleppkosten und Wert des Fahrzeugs - nix zu holen - juristisches Schachspiel - wirklich nix zu holen. Fall abgeschlossen - keine Chance auf Zwangsvollstreckung - Einigung aufzugeben.

Was heute geschah: dazu aus dem Schreiben meines Anwalts: "...Sie würden also letztlich gutes Geld dem schlechten hinterher werfen."

Mittwoch, 10. Oktober 2007

.de/sign #3: Creativity First


Die wahren Wertschöpfer in Unternehmen sind kreative und unbequeme Menschen. Anstatt beim „GEIZ“ anzufangen, sollte man die KREATIVEN nach vorne schicken.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Lasche Geschichten #2: Vogels Abflug


Ich erreiche das Tanzlokal in der Innenstadt und gehe hinein. “Hi Ted“ haut mir Vogel auf die Schulter. Ganz schön übel der Schuppen. Es laufen die Indie-Charts der späten 80er und viele Studenten scheinen betonen zu müssen, dass sie morgen nicht früh aufstehen müssen. “Ted, siehst Du die Frau da drüben, die da tanzt? Ich liebe sie ungemein.” Schon tanzt er um die Fremde herum. 5 Minuten später ist es dann so weit: Vogel ist rausgeflogen, weil er nach eigenen Angaben zu viele Borkenkäfer gesammelt hat. Auch ich verlasse das Tanzlokal und mache mich auf den Heimweg.

Montag, 8. Oktober 2007

Lasche Geschichten #1: Lattenknaller



Meine Latte Machiatto-Karriere begann 1999 im Düsseldorfer Medienhafen. Die “Latte” begleitet mich seither, quasi täglich. Die zwei Kilo, die ich mittlerweile mehr mit mir rum trage, führe ich eher auf andere Indikatoren, zum Beispiel meine Kotletten, zurück. Selten wurde mir dieses Warmgetränk jedoch so lieblos-folkloristisch serviert wie vor Monatsfrist in Berlin. In einem Paulaner-Weizenglas! Ted zieht die Rückkehr zum morgendlichen Nesquick-Schokoladengetränk in Betracht.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

.de/sign #2: Der lange Franzose



Wie hätte sich mein Leben ohne Design entwickelt. Hmmh. Mir wäre möglicherweise erspart geblieben, des Öfteren mitten in der Nacht zu einer meiner Omas ausquartiert zu werden, wenn mal wieder ein Marketingchef irgendeiner Großfirma in meinem Kinderzimmer schlafen sollte. Besonders der Gedanke an die aus meinem Bett hängenden haarigen Füße eines (offenbar) langen Franzosen einer französischen Luxusmarke erschreckt mich noch heute. Warum er zu meiner kindlichen Bettgehzeit (es war wohl 20 Uhr) schon schlief... keine Ahnung. Zu den Omas – mal zur einen, mal zur anderen - ging ich jedenfalls liebend gerne, aber man hätte mich doch im Vorfeld informieren können! Ich verkneife mir an dieser Stelle einen Kommentar zum Thema Projekt- und Kommunikations-Management in Design-Agenturen.

Rampensau #2: Der Hummerpuhler der deutschen Sport-Journaille



Was mich schon lange nervt und was mich gestern regelrecht in Rage brachte. Die Selbstherrlichkeit von Marcel Reif. Er gilt als der beste deutsche Sportreporter zum Thema Fußball. Seit 1999 ist er Chefkommentator für den Fußball bei Premiere. Die europäischen Top-Clubs wie AC Milan oder eben gestern der CF Barcelona sind für den ehemaligen Jugendspieler des 1. FC Kaiserlautern offenbar sakrosankt. Namen wie “MMMMessi”, “RRRRRonaldinho” kredenzt er den Zusehern/Zuhörern wie ein Weinliebhaber die Namen von Edelweinen. Ein garniertes “Ah, weltklasse gemacht, nur etwas zu kurz” eines Messi kommt auf der anderen Seite anders rüber: “Magnin zu ungenau, nervös und unerfahren”. Nichts gegen die hohe Fußballkunst der europäischen Top-Teams, die auch ich sehr liebe, aber allzuoft agiert Reif aus meiner Sicht voreingenommen. Ein zweites Beispiel von ebenfalls vergleichbarer Spielsituationen beim Spielstand von 0-0 als jeweils Barca und der VfB über mehrere Stationen und ohne jeden Druck nach vorne den Ball in der eigenen Hälfte zirkulieren lassen. Sinnhaft wiedergegeben: “Wahnsinn! Man hat das Gefühl, die Stuttgarter kommen nur an den Ball, wenn die Spanier ihn absichtlich abgeben”. Auf der anderen Seite klingt das so: “ Dem deutschen Meister fällt nichts ein. So wird das nichts”. Ted sagt: Gelbe Karte für Marcel Reif und fordert einen premiere-Sonderkanal, der ausschließlich die Stadionatmo überträgt. Melancholisch denke ich an die EM 2004 in Portugal, die ich größtenteils im britschen Fernsehen verfolgte.