Samstag, 22. September 2007

Schreiende Stille #3: Habe den guten Tag!


Tja Leute. Es hat sich einiges getan in meinem Leben. ich habe seit gestern eine neue Freundin. Kristina heißt sie, hat sich per E-Mail bei mir gemeldet. Naja. Jedenfalls hat sie auch gleich ein Bild mitgeschickt (siehe oben). Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen. Sie schreibt so persönlich, wisst Ihr. Das einzige, was mich etwas stutzig macht: ich habe in letzter Zeit gar keiner Kristina meine E-Mail-Adresse gegeben und warum sie das Anhängsel "Promo2.jpg" nennt, naja. Ich halte Euch auf dem Laufenden, was aus mir und meinem blonden Engel wird.

Hallo!
Verwundere nicht sich, aber du weisst mich:-) nicht@ (...) Deshalb habe ich entschieden, dir zu schreiben. Ich werde dir sehr uber mich unmittelbar jetzt nicht schreiben. Ich nur der Damen dir die Idee bezuglich dessen, wer ich. Ich arbeite, um fur meinen Aufenthalt zu verdienen. Ich habe wirklich viel Interessen: die Musik, die Lekture, die Bucher, das Kino, die guten Gesprache, die Wettkampfe und ist viel andere Sachen, die das Leben bemerkenswert machen. Ich liebe die schone Kleidung und die Sache. Ich kann nicht sagen dass ich viel Freunde habe. Ich weiss viel Leute, aber ich bin in den Freunden sehr schikanos. Der Freund - der Mensch, der wird mit mir ganzes mein Leben. Und ich bin erfolgreich, einige wirklich guten Freunde zu haben. Aber ich bin sehr gesellig, deshalb sind viel Leute, mit denen ich die guten Beziehungen habe.
Gut, jetzt du sollst entscheiden, mir die Antwort zu schreiben oder
nicht. (...)
Da - meine Fotografie.
Habe den guten Tag!!!!!!!
Kristina

Samstag, 15. September 2007

Ted 2.0 #1: Friedolin der freche Frosch


Diese Geschichte schrieb mir Lisa im Alter von 6 Jahren zu Weihnachten:

In einem Haus in Freiburg wohnt Friedolin der Frosch. Er badet am liebsten im Spülbecken mit Shampoo. Augustin ist sein Freund, auch er ist frech und auch er badet am liebsten im Spülbecken mit Shampoo.

Einmal sind wir (Papa und ich) spazieren gegangen. Und kaum sind wir wieder nach Hause gekommen, war die ganze Badewanne voller Shampoo. Und mit Gequieke und Gequake saß der Friedolin mit dem Bär in der Badewanne.

Mittwoch, 12. September 2007

Rampensau #1: Kinnhaken im Schwanzrock-Milieu


Bei den MTV-Awards vor 2 Tagen sorgte Britney Spears’ peinlicher Auftritt für große Schlagzeilen. Einige Postillen werfen den Jungs und Mädels von MTV sogar vor, uups, die arme Britney quasi bewusst vorgeführt zu haben. Naja, alles Daumenkino! Viel interessanter ist doch die Information, dass Kid Rock und Tommy Lee (Ex-Mötley) bei der anschließenden Party aneinander gerasselt sind. Beides bekanntermaßen Ex-Männer von Baywatch-Nixe Pamela Anderson. Diese war offenbar auch Anlass der Meinungsverschiedenheiten. Als Tommy seiner Ex und Mutter seiner Kinder gerade von seinem Schoß hoch helfen wollte, schlug Kid Rock einen feigen Kinnhaken. Tommy, Sohn einer griechischen Miss Griechenland aus den 50er Jahren, konnte sich nicht einmal revanchieren, da die Security sogleich eingriff. Ted meint: Kid Rock ist eine Luftnummer und kann froh sein, dass er in nächster Zeit in LA Tommy Lee aus dem Weg gehen kann. Zumindest diese Woche kann Kid den Venice Beach ohne Problem besuchen, da Tommy aktuell in New Jersey auf Tour ist.

.de/sign #1: Visions of Water oder doch eher Augenwischerei



Folgend eine kleine Episode über einen PR-Event der Firmen Grohe und Fraunhofer Institut in Stuttgart 2005:


“Tauchen Sie ein in eine mögliche Welt von morgen” steht auf der Einladung geschrieben. Ein führender deutscher Armaturenhersteller und Fraunhofer laden ein und werden Antworten liefern zu Fragen rund um die Zukunft der Sanitärbranche. In absatzschwachen Zeiten konfrontiert man sich offenbar lieber mit den Herausforderungen im Jahre 2020 als mit bestehenden Problemen wie Kostendruck, kostenaufwendige Entwicklung an den Bedürfnissen der Kunden vorbei, langweilige Produkte und der Tatsache, dass gerade in den wichtigsten Absatzmärkten USA und China (schon heute, aber erst recht 2020) Grohe quasi keine Rolle spielt. Fraunhofer verspricht das “vollumgebende Virtual Reality Erlebnis.” Müssen Sie auch! Damit jemand kommt zu diesem Event, kennt man die Büros und Konferenzräume schließlich als sprödes Ambiente, vergleichbar mit dem Physiksaal ländlicher Gymnasien.

Ankunft 14 h. Das abgesperrte Gelände vermittelt so etwas wie MIT light, trotzdem kommen wir durch einen geöffneten Hintereingang in das Veranstaltungscenter. 35 Grad Celsius. Zwei Stunden in einem unklimatisierten Raum, gemeinsam mit einer Auswahl der wichtigsten Kunden und Partner der Häuser Grohe und Fraunhofer – Gespräche über das nasse Element.
In der ersten halben Stunde sind die Peterstaler 0.2 Literflaschen Mineralwasser auf den Tischen der einzige Bezug zum Thema. Die Einleitung zu dieser gemeinsamen Aktivität zwischen den Badexperten und den Forschern wird zu einem Bombardement der gegenseitigen Huldigungen. Wie sehr man doch eher als Team gearbeitet habe und weniger im klassischen Kunde-Auftraggeber Szenario. Der Typ neben mir, ein sympathischer Mittvierziger mit gutem Mutterwitz und fränkischer Sprachfärbung – einige kleine Spaßvogeleien begleiten unsere Kurzvorstellung - schickt sich gerade an, ein Apfelsaftfläschchen zu öffnen, da der Sponsor Peterstaler offenbar den Durst der Teilnehmer (nur Männer) unterschätzt hat. Erst später beim lauschigen Snack gibt es zwei Quotenfrauen, die Getränke reichen und wahrscheinlich an der aka Stuttgart studieren.

Dann geht es Schlag auf Schlag! Jetzt geht’s um Visionen, ums Ganze, ums Eingemachte. Lackschuh oder barfuss. Um „Dinge, die uns heute noch unvorstellbar erscheinen und fast eine neue Welt darstellen.“ so der nächste Vortragende, der extra(!) aus Dortmund(!!) eingeflogen wurde. Denkste: Eine bizarre Welt werden wir sehen, und so weit weg scheint sie nicht zu sein. Die Szenarien gibt es schon heute. Aber vielleicht werden eben die “Modernen Nomaden” sowie die “Puristischen Asketen” in einigen Jahren wirklich so leben wie Drogendealer bereits heute in Miami, Acapulco oder Calw.

Eines scheint sich in den kommenden 15 Jahren nicht zu ändern: dass viel Geld nicht automatisch bedeutet, über einen guten Geschmack zu verfügen. Etwas unerwartet hingegen ist die Tatsache, dass – als wir später in den VR Cave durch die Wohnung des “Asketen” fliegen und mein Kollege cybersick wird – selbst der Asket ausschließlich Marmorboden benutzen wird beim Hausbau (selbst in der Garage).

Beim Publikum erzeugt die Askese keine Extase, da beim zweiten Szenario “Moderne Nomaden” der Server abschmiert und die teilnehmende Gruppe den Cave verlassen muss. Die albernen 3D Brillen, die wir alle tragen, wären ein idealer Aufhänger, um mit den zwei Studentinnen ins Gespräch zu kommen (“Neue Brille? Kaum erkannt.”). Doch befinden wir uns bereits im Gespräch mit einem Hardseller aus der Installationsbranche, den es nicht zu interessieren scheint, dass wir als Designer eigentlich nur gute Miene zum bösen Spiel machen, um ebenfalls mit Grohe in eine Beziehung zu treten, die mehr ist als das „klassische Kunde-Auftraggeber Verhältnis”. Kurz ein Nuss-Eis aus dem Hause Schöller – ein weiterer Sponsor der Veranstaltung – und schon geht’s weiter mit den “Reichen Rentnern” und deren Leben rund um Architektur, Bad und Wellness. Selbst die - im Jahre 2020 sehr ökologisch ausgerichtet – werden wie alle anderen Grohe Zielgruppen auch in Glas und Stahl wohnen. Gerade im Zusammenhang von Energie- und Wassersparen könnte man dies Hinterfragen, ob der nicht gerade energie-kompetenten Charakteristik dieser Baustoffe.

Nicht nur der VR Cave mit seinen zwar technisch beeindruckenden aber äußerst unscharfen bewegt-wahrgenommenen Bildern (kennen Sie die Weichzeichner aus den französischen Sexheftchen der 80er Jahre?), zeigen wenig bis nichts über ästhetische Trends oder wirklich zukunftsträchtige Innovation in der Jahrtausende alten Badkultur. Und leben nicht gerade Armaturen von Material, exakter Verarbeitung und Liebe zum Detail? Alles bewegt sich auf der äußerst banalen Ebene der Integration von technischen Knowhow um das Wohl im Bad. Sicherheitskameras und eine neue Form des Internet, bei beidem fungiert der Bad-Spiegel als digitale Kommunikationsplattform. Potz Blitz! Keinerlei Ansätze auf emotionaler oder kultur-relevanter Ebene. Als einer der Visionäre bedächtig aber selbstherrlich erwähnt, man könne sich zukünftig vorstellen, dass Badarmaturen von großen Energieunternehmen co-gebranded werden könnten, ja, sogar dass Yellow Strom gelbes Wasser aus dem Wasserhahn fließen lassen könnte, geht ein Raunen durch die Reihen. Das steigert zwar weder Margen noch Stückzahl. Schon gar nicht aber das Wohl der Anwender oder das Ansehen von Grohe als Innovationsführer. Ach ja – das minimalistische Design von Grohe kommt an, das zeigen Akzeptanztests eindeutig. In einem Nebensatz nuschelt der Vorträger “außer in den USA.” Und von China spricht gar keiner, es ist ja erst Juni 2005, die Sonne brennt und die zwei Studentinnen haben eine neue Kiste Peterstaler Mineralwasser organisiert. Das macht sie zu den eigentlichen Stars der Veranstaltung.

Willi Wüterich im Juni 2005

Dienstag, 11. September 2007

Schreiende Stille #2: Ich will zum Eishockey - costa, was es wolle



Hier eine Westentaschen-Schockergeschichte, die ich für das Freiburger Eishockeymagazin "live" geschrieben habe. Der Anlass war ein Derby um Halloween zwischen den Wölfen und dem SERC. Autobiografische Hinweise im Sinne einer boarderline-esken Auflösung von Raum und Zeit sind beabsichtigt:

Der Schneesturm wird immer dichter, das Autoradio läuft. Die Sicht? Unter 30 Meter. Spielbeginn im Bauchenbergstadion ist 19 Uhr, es wird schon reichen. B 500, nahe Kniebis. Mein Handy hat nur noch einen von fünf Balken Empfang. SWR 3 wird immer undeutlicher, bis die freundlichen Moderatoren schließlich ganz verstummen. Ein Tramper! Und Sekunden später auf meinem Beifahrersitz: Schlagerbarde Costa Cordalis, halb liegend, halb sitzend. Er trägt eine Killernietenjacke. Das Kauderwelsch aus griechischem Schwäbisch und Geröchel lässt mich erschaudern. Irgendetwas passt ihm nicht, er krümmt sich. Panik! Dann ein befreiender Schrei, und endlich hält er eine Rippe in der linken Hand. Er versucht sie verzweifelt in das Kassettendeck meines Autoradios zu pressen. Es misslingt. Eine Stimme aus dem Off spricht zu mir: Sie haben drei Möglichkeiten diese Situation zu lösen. Erstens: Melden Sie sich sofort bei der nächsten Polizeistation. Zweitens: Erzählen Sie dem Dschungelabenteurer, dass nicht SIE seine Tochter auf der Party des Freudenstädter Skiklubs letztes Wochenende angesprochen haben, sondern umgekehrt. Drittens: Verschenken Sie Ihre Eintrittskarte für das heutige Spiel SERC gegen Wölfe Freiburg. Ich habe zehn Sekunden Zeit, die Uhr tickt ab jetzt, Publikumsjoker gibt es nicht. Mein Handy hat mittlerweile gar keinen Empfang mehr, Option 1 scheidet also aus. In der Tat sprach jedoch ICH seine Tochter im Freudenstädter Kurhaus an, nicht umgekehrt, und Option 2 wäre somit eine glatte Lüge. Meine Meinung zu Vorschlag 3 können Sie sich denken. Niemals. Es bleibt also nur eins: kühlen Kopf bewahren, weiterfahren und hoffen, dass sich mein Gast beruhigt, mit einer von mir spendierten Capri Sonne.

Noch etwa 40 Kilometer bis Schwenningen, es schneit noch immer und ich erkenne erst jetzt einen kleinen SERC-Aufnäher auf Costa Cordalis’ Killernietenjacke. Die Sache von eben mit der Rippe hat mir schon nicht gefallen und jetzt auch das noch. Mir kommen erste Zweifel, ob es sich tatsächlich um Costa Cordalis handelt, der da neben mir sitzt. „Eishockeyfan?“, ist meine erste Frage seit fast einer halben Stunde. Aus dem Mund der eben noch finsteren Gestalt kommt ein freundliches „Klar, ich heiße übrigens Hans-Günther.“ Angenehm. Schon unterhalten wir uns angeregt über das anstehende Derby und über die Rivalität der beiden Lager. Sie ahnen es: was den möglichen Ausgang der Partie angeht, werden wir uns nicht einig. Seltsamer Typ, denke ich mir beim Abschied vor dem Stadion. „Danke fürs Mitnehmen und nochmals sorry wegen der Sache mit der Rippe.“ Kein Problem, so was kommt vor.

Schreiende Stille #1: Would you mind playing the guitar?



Folgende Geschichte soll eine Metapher für das grundsätzliche Problem von E-Gitarristen sein, die Welt zu verstehen. Diese Zeilen habe ich extra für unseren Schlagzeuger geschrieben, um seiner Theorie über die "Spezie Drummer" als animalische Welt- äh, Fraueneroberer neue Nahrung zu geben.


Es war Montagabend an einem Herbsttag des Jahres 2002. Ich hatte Manuel Becker nach einem langen Arbeitstag gerade in der Traube abgeliefert – einer typischen Schwarzwald-Pension unterer Preisklasse (aber sauber) - startete meinen Wagen in Richtung Stadtkern, da bemerkte ich im Rückspiegel zwei hell aufleuchtende PKW-Lichter. Mein erster Eindruck war: das ist kein europäisches Fabrikat. Ich erkannte einen Nissan. „Was macht denn meine umtriebige Kollegin da jetzt noch um diese Uhrzeit?“ schoss es mir durch den Kopf. Na ja, egal. Ich hatte ja noch zwei Flaschen Limonade in meinem Auto und dachte mir: vielleicht geht sie noch mit mir ein bisschen cruisen.

Doch als ich gewendet hatte - und mir noch einen Spritzer Eau de Toilette an den Hals sprühte - stand das japanische Auto "american-style" verriegelt gegenüber beim Bäcker in der Rosenstraße. A propos Becker, dachte ich. Erzählte mir Manuel gerade noch, er sei müde. Typisch Journalist.

Ich machte mir den Spaß und wollte ihn auf seinem Handy anrufen und ihn sozusagen inflagranti mit meiner umtriebigen Kollegin erwischen. Au Mann, ich war doch tatsächlich ein wenig eifersüchtig und die Schweißperlen rannten mir über die Wangen trotz der im Nachhinein gefühlten sechs Grad Celsius. Als ich gerade seine Nummer wählte - meine Stimmung lag irgendwo zwischen Wut, Enttäuschung und doch auch Lust am Witz - merkte ich, wie ein Minivan hinter mir langsam und rhythmisch zu wackeln begann. Ich schlich mich langsam heran und konnte nicht genau erblicken, wer da drin war. Die Frau sah ich nur von hinten; er jedoch war genau im Lichtkegel, den eine Straßenlaterne von der gegenüberliegenden Straßenseite warf. Diese Brille kenne ich doch, den Bart aber tragen viele. Irgendwie kommt er mir bekannt vor.

Ich musste näher ran. Auf Grund der heftigen Stöße schloss ich meinen Kumpanen Markus schnell aus - denn da war pure, männliche Energie am Werke. Plötzlich klingelte mein Handy und ich fasste in die Innentasche meiner schwarzen Lederjacke. Dann ging alles sehr schnell. Das Licht im Minivan ging an, ich hörte eine markige Stimme, die mit schwäbischer Sprachfärbung "Hier Volz" sagte. Jetzt erkannte ich die Aufschrift "Elektro Laus" auf dem Lieferwagen. Meine umtriebige Kollegin sprang aus dem Wagen und bemerkte mich zum Glück nicht. Hätte mich auch gewundert, wenn ich mit meinem eplus Handy im Tal Empfang gehabt hätte – hatte wohl denselben Klingelton wie Herr Volz eingestellt.

Ich cruiste also alleine und beschloss – es mag etwa eine Stunde später gewesen sein – in die nächstgelegene Ortschaft zu fahren. Souverän lenkte ich meinen Wagen also in Richtung Nagold. Da entdeckte ich zwischen Altensteig und Ebhausen ein Auto am Straßenrand. „Das ist doch der Wagen meiner umtriebigen Kollegin" schoss es mir in den Kopf und ich kehrte um. "Vielleicht braucht sie meine Hilfe, womöglich eine Panne", waren meine Gedanken. Ich kehrte also um und parkte meinen Wagen. Und tatsächlich, es war das Auto meiner umtriebigen Kollegin. Die Autotür ging auf und ein großer Mann sprang heraus, zog ein paar Klamotten hinter sich her und verließ panisch den Ort des Geschehens. Ich fühlte mich unwohl; da wollte ich helfen und hatte nun zwei Menschen ein paar schöne Minuten, vielleicht sogar eine ganze Nacht zerstört. Nun ja; schon bald war ich zum Glück wieder allein, denn auch meine umtriebige Kollegin war weggefahren. Ich stieg aus meinem Auto, um den Lauten der Vögel zu lauschen, da knarrte es unter meinen Füßen. Oh weh, meine Schuhe hatten soeben eine Brille zerschmettert. Heute war nicht mein Tag; aber am nächsten Morgen würde ich mich bei meiner umtriebigen Kollegin entschuldigen und ich hoffte, dass sie nicht allzu sauer sein würde. Hatte sie mich vielleicht gar nicht bemerkt?

Ich glaube nicht, dass es von Wert ist, diese Geschichte weiter zu schreiben. Es kränkt mich zu sehr und ich bitte um Ihr Verständnis. Ein paar Fragen bleiben aber offen: Wer ist der mysteriöse Mr. Anybody? Wie kam das gebrauchte Kondom in die Werkskantine und warum musste mein Chef am folgenden Tag unerwartet zum Optiker? Ich glaube manchmal, ich habe mich da etwas in eine Sache verannt. Vielleicht nimmt sie gar nicht Notiz von mir.