Montag, 30. Juni 2008

Rampensau #7: Echte Rockstars


Es waren die Zeiten von Charly 2000 und anderen mobilen Diskotheken, die über die Lande tourten, als mich KISS Anfang der 80er als 13-Jähriger dazu bewegten, meine Akustik-Gitarre gegen eine elektrische Framus (im Nachbau einer Gibson Les Paul) einzutauschen. Es war der Moment, in dem ich das „Beatles Complete“-Notenheft für einige Jahre in die Ecke legen sollte und die Abba-Platten, die mir meine Mutter geschenkt hatte, zu verstauben begannen. Meine zart-gezupften Sept-Akkorde wurden von Barre-Griffen abgelöst; der Fokus stand von nun an auf Rhythmus-Geschrabbel, angewürzt mit zweier in Reihe geschalteter Verzerrer (Distortion und Overdrive) der Marke Boss. Und das sollte einige Jahre so bleiben: Glam Rock galore.
Als Freund Karl vor einigen Monaten mal wieder eine E-Mail verschickte „Wer geht mit zu...“, überlegte ich dieses Mal keine Minute, im ein „Yep“ in die Mail zu stellen. Den Youtube-Link aus der Mail zur Tour-Eröffnung in Melbourne musste ich gar nicht anschauen. Es gibt eben Bands, da muss man einfach hin. Ich entscheide da nach folgenden Prinzipien: Historische Tragweite (Megadeth in 2005), Einflussnahme auf ganze Generationen von Bands (eben KISS) oder oft auch „die muss ich nochmals live sehen, bevor sie möglicherweise nicht mehr leben“ (Motörhead). Da KISS in den letzten Jahren nicht unbedingt zu meinem aktiven Musik-Sprachwortschatz gehört haben, habe ich in den letzten Wochen viele Alben hoch und runter gehört. Und dann immer ein anerkennendes „wow, cool“ als ich erzähle, dass ich auf KISS gehe. Interessanterweise auch von vielen Leuten, die in ganz anderen Genres – von Elektro, über Biedermann-Pop bis NY Hardcore - zuhause sind.
Abfahrt Freiburg ist 18h – Zielort Zürich. Tja, und dann stelle ich fest, dass KISS live quasi unbeschreiblich sind. You want the best, you got the best, the hottest band in the world. Kiss. Showman-Factor Five. Schaut mal auf youtube unter Stichwort "Lovegun" - der schwebende Paul...

Sonntag, 15. Juni 2008

Ted 2.0 (#4): Ein Ei, Sir!


Ich freue mich, wenn ich zum Papa gehe immer auf das Frühstück. Denn da gibt es meistens leckere Frühstückseier. Nur ganz, ganz selten, sind sie nicht perfekt. Aber meistens schmecken die soooo gut. Früher dachte ich, sie schmecken so gut, nur weil sie der Papa gekocht hat. Wenn ich woanders Frühstückseier esse, ist es oft so, dass das Ei zu hart oder aber zu weich ist. Das weichste Ei – wahrscheinlich wurde es roh serviert – bekamen wir in einem Cafe im Stühlinger. Wir bestellten ein neues Ei – das wiederum war viel zu hart. Ein noch härtestes Ei – ich hielt es zunächst für einen Stein - bekam ich im Hotel Engel am Bodensee serviert. Mein Papa macht echt suuper Frühstückseier. Aber von mir weiß er , dass nur Eier mit einer Null drauf von Hühnern stammen, die wirklich tiergerecht gehalten werden. Das habe ich bei einer Führung im Ausgustiner-Museum erfahren. Wusstet Ihr übrigens, dass das größte Vogel-Ei das Straußen-Ei ist?